CeBIT 2016 Digitale Transformation – Recap

cebit-2016
Bildquelle: Deutsche Messe

Nach zwei Jahren Abstinenz habe ich mir dieses Jahr mal wieder einen CeBIT Tag gegönnt. Hauptgrund dafür war das diesjährige Leitthema „Digitale Transformation“ sowie meine Einladung zur CeBIT Enterprise Digital Arena. Nach Ankunft am Messe Bahnhof Hannover/Laatzen ging es auch direkt zur Konferenz Registrierung in Halle 4. Auf dem Weg dorthin wurde ich auch direkt am Microsoft Partnerstand von einem Kollegen zu einem Warmgetränk überredet, sodass ich natürlich prompt die erste Session versäumt hatte.

Future of Digital & Social Enterprise

Ganz ehrlich gesagt hat sich jedoch schnell das Gefühl erhärtet, dass ich nicht wirklich viel verpasst habe. Zumindest an den Inhalten der nächsten beiden Sessions gemessen. Alles sehr Marketing- und wenig Informationslastig. Hängt aber vielleicht auch damit zusammen, dass die Themen für mich nicht wirklich neu waren. Eine Ausnahme gab es dann aber doch. Die Keynote: Future of Digital & Social Enterprise von Dion Hinchcliffe von 7Summits. Er hat zwar ziemlich gehetzt gewirkt (musste wohl noch seinen Zug/Flieger in Frankfurt erwischen), aber hatte doch eine Menge spannende Informationen dabei.

Das zentrale Element das ich hieraus mitgenommen habe ist, dass wir bereits in der Zukunft stecken und etliche Lösungen, die vielerorts als Zukunft beschrieben werden, schon existieren. Was aber wiederum bedeutet, dass einfach schon zu viele Tools für Social Collaboration existieren. Auch interessant fand ich die Aussage, dass uns wahrscheinlich eine No/Low Code – Revolution bevorsteht: „Low code is here and it works now!“, sehr sehr prägend. Hierzu hat er auch einige Beispiele aufgeführt in welchen Kundenlösungen, mit einem ursprünglich geschätzten Aufwand von 3-4 Jahren auf 3-4 Wochen reduziert werden konnten. Irgendwie hat mich das wieder zur Annahme geführt, dass unsere Branche ebenso wie viele andere Branchen vor einer „Disruption“ stehen. Klassische Projektarbeit mit Start auf der grünen Wiese wird mehr und mehr zum Wettbewerbsnachteil. Passt eigentlich ganz gut zu der SharePoint Add-In Strategie, die wir bei uns verfolgen 😉 Dion versprach die Folien auf SlideShare zu stellen. Sobald ich den Link habe, verteile ich diesen natürlich über Twitter. Für die, die es interessiert.

Nach dem Vortrag ging es dann in die ECM Halle zu Gesprächen mit Herstellern von ECM Input/Output Lösungen (Hardware und Software). Sehr wichtige und spannende Gespräche die eine tolle Ergänzung zu unseren DMS Portallösungen darstellen können. Wirklich sensationell, was hier alles möglich ist!

Reinvent Productivity & Business Processes

Nach dem Mittagessen mit dem Geschäftsführer eines Partnerunternehmens hat es mich dann noch mal auf den Microsoft-Stand verschlagen. Hier gab es einen interessanten Vortrag zum Thema „Reinvent Productivity & Business Processes“, den ich aber ähnlich schon auf einer Keynote bei der Microsoft Partnerkonferenz gesehen hatte. Das spannendste war die Gruppenfunktionen von Office 365 (Outlook/Exchange). Als ich die so zum ersten Mal eigentlich richtig im Einsatz sah (wir benutzen und empfehlen Yammer) hat sich irgendwie die Frage im Kopf verfestigt, ob dieses Feature jetzt nicht in Konkurrenz zu Yammer steht, da Yammer doch auch eine Gruppenfunktion (privat und öffentlich) bietet. Yammer wurde in dem Vortag im Anschluss zwar auch angesprochen, aber nur oberflächlich.

Ich möchte jetzt keine Gerüchte oder Spekulationen in die Welt setzen. Aber irgendwie hat sich bei dem anschließenden Gespräch hierüber mit zwei Kollegen ein wenig Irritation eingeschlichen. Bedeutet dieses Feature strategisch betrachtet das Ende von Yammer; und wie war das noch mal mit den Übernahmegerüchten um Slack, von welchen ich vor ein paar Tagen auf Techcrunch gelesen hatte … Naja, anyway, wir setzen weiterhin auf Yammer als Enterprise Collaboration Service in Kombination mit SharePoint. Das passt 😉

Die Nachmittagsstunden habe ich dann noch mit einer CeBIT Hallentour und einigen spannenden Gesprächen mit Hochschul-Startups und Jungunternehmen/Startups im Scale11 Bereich verbracht. War für mich fürs erste aber alles zu consumerlastig, wenig wirklich enterprisefähig. Aber trotzdem toll, wie die Startup und Hochschulunterstützung auf der CeBIT Einzug hält. Ideen gehören gefördert 🙂

Was war sonst noch prägend?

  • Die CeBIT als führende IT Messe in Deutschland (oder Europa) schafft es nicht ein offenes WLAN oder Möglichkeiten zum Aufladen von Endgeräten bereitzustellen; und das wo gefühlt 60% der Angebote in Richtung Digitalisierung und Digital Workplace zielen. Wirklich sehr schwach, unsere US-Amerikanischen Kollegen lachen sich schlapp. Oder anders ausgedrückt: Deutschland blamiert sich als WLAN Wüste
  • Es gibt auf der CeBIT wirklich Messestände auf denen Entwickler für 5€/h angeboten werden.
  • Im Job-Bereich habe ich irgendwie mehr Unternehmen aus den traditionellen Branchen (Hugo Boss, EnBW, Schaeffler, …) um Talente werben sehen. Haben es die IT Unternehmen bereits aufgegeben?
  • Sehr positiv fand ich, dass so viele Hochschulen mit interessanten Projekten/Ausgründungen vertreten waren. Auch wenn ich nicht glaube, dass ein Stuhl und ein Tisch mit Rechner/Monitor auf der CeBIT wirklich viel Anziehungskraft für potenzielle Kunden oder Investoren bringt. Da gibt’s sicherlich besser passende Veranstaltungen.
  • Der für mich beste Marketing-Slogan hatte meiner Meinung nach die Deutsche Telekom. „Digitalisierung. Einfach. Machen“
Alles in allem habe ich den Eindruck gewonnen, dass sich die Zeit der großen Messen zu Ende neigt. Es war wirklich fast nur Leben auf den großen Ständen wir Microsoft, Telekom oder IBM (BTW – sehr schöner Stand mit sehr spannenden Informationen). Bei den kleineren Ständen war meist gähnende Leere, was durch die müden und gelangweilten Gesichter der Berater nur unterstützt wurde. Ist aber mein subjektives Empfinden, vielleicht lief es an den anderen Tagen der CeBIT ja besser.

Das diesjährige Konferenzkonzept hat glaube ich auch nicht wirklich gezogen, dazu waren es meiner Meinung nach zu viele „Werbe-Veranstaltungen“.

Vielleicht auch eine Branche die demnächst „disrupted“ wird.

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Sven Heimberger

Als SharePoint Solution Architekt bietet Herr Heimberger langjährige Erfahrung im Microsoft SharePoint Umfeld. Seine Schwerpunkte liegen auf der strategischen Beratung, der SharePoint Lösungsarchitektur sowie der SharePoint Enterprise Search. Seit 2001 begleitet Herr Heimberger SharePoint Projekte in unterschiedlichsten Branchen. Kontaktieren Sie Herrn Heimberger, wenn Sie Fragen zum Artikel haben oder weitere Informationen wünschen, per E-Mail oder telefonisch unter 0721 / 66 98 98 38.

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